Chenrezig Diaries, 6 (DE/EN/RU)

Aktualisiert: 12. Dez. 2021




Dienstag's Chenrezig Abend. Wöchentlicher Vortrag zu "Herzjuwel der Erwachten" und Chenrezig-Praxis mit Mantra Ansammlung . Tuesday's Chenrezig Evening. Weekly teaching on "Heart Jewel of Awakened Ones" and Chenrezig practice with mantra accumulation. Вечер Ченрезига во вторник. Еженедельная лекция "Жемчужина Сердца Пробуждённых" и практика Ченрезига c накоплением мантр.

Teil 1, Die Mängel des Zeitalters des Niedergangs, Erläuterungen des Hinayana, Vers 4-21 Part 1, The Deficiencies of the Age of Decline, Hinayana Explanations, verses 4-21. Часть 1, Недостатки эпохи упадка, объяснения хинаяны, стихи 4-21.


DE

Das ist jetzt der sechste Vers von Patrul Rinpoche`s Text. Und wie wir sehen, es geht immer noch in die selbe Richtung des Verstehens unserer Situation. Ich habe auch alle zuvor gewarnt, dass es wird noch eine Weile dauern, bis Patrtul Rinpoche etwas nachlässt. So, wie müssen da gemeinsam durch. Auch hier, wie zuvor, geht es nicht ums „Depressiv Werden“ aufgrund der Situation des sogenannten „Zeitalter des Niedergangs“. Es geht ums Erkennen des Potentials und der Möglichkeiten, die wir dank aller dieser Umstände haben.

Patrul Rinpoche fragt, ob man jemanden oder etwas noch vertrauen kann? Vertrauen im Sinne von „sich voll und ganz auf etwas verlassen“ Nein, nicht wirklich. Es ist zwar eine traurige Tatsache, wie es Patrul Rinpoche gleich am Anfang des Verses sagt, aber es ist eine Tatsache. Wir sind alle Wesen, die unter Verblendung von Emotionen und Unwissenheit stehen. Falls es für jemanden nicht zu trifft, entschuldige ich mich. Für mich trifft es 100% zu, deswegen fülle ich mich von Patrul Rinpoche auch nicht zu Unrecht beschuldigt. Es ist nun mal so. Wir tun unser Bestes. Wir meinen es meistens gut. Doch aufgrund, eben dieser beiden Formen von Schleiern, der Emotionen und der Unwissenheit, befinden wir uns in einer sehr „unverlässlichen“ Situation. „Unverlässlich“ im Sinne von „wir können uns eigentlich nie vollkommen sicher sein was wir vor uns haben“.

Wie kommt das? Aufgrund der beiden Schleier, die wir vorhin erwähnt haben.

Was sind diese genauer? Sehen wir uns diese an:

- Emotionale Schleier, oder ganz einfach ausgedrückt: Emotionen, sind Geisteszustände und mentale Reaktionen auf Situation, die unsere Wahrnehmung verzerren. Sie lassen die Situationen anders erscheinen als diese eigentlich sind. Sie lassen uns also etwas sehen, das nicht da ist. Kennen wir sicherlich alle, dass unter dem Einfluss von starken Emotionen, wir die Situation durch die Brille der jeweiligen Emotion sehen, durch einen sehr starken Filter also. - Und Schleier der Unwissenheit hindert uns die Wirklichkeit zu sehen, das heißt „so wie die Dinge sind“. Das ist also ein „Nicht-Verstehen-von-Etwas“.

- Das eine lässt uns also etwas sehen, das nicht da ist; - Und das andere lässt uns nicht sehen was da ist.

Zusammen sind diese beiden Formen von Schleiern natürlich ein perfektes Cocktail, ein Cocktail der Verwirrung.

Und eben diese beiden Schleier werden von Patrul Rinpoche mit „menschenfressenden Dämonen“ verglichen.

Das Tibetische Wort ist „Sinpo“, und das sind, der Tibetischen und Indischen Mythologie entsprechend, tatsächlich Dämonen, die darauf aus sind den Menschen Schaden zuzufügen und sich vom Fleisch ernähren, daher auch der Name. Hier geht es natürlich nicht um diese Arten von Wesen, oder der Frage ob diese auch tatsächlich Existieren. Hier geht es um die natürliche Eigenschaft der Emotionen und der Unwissenheit, uns zu schaden. Auch das, denke ich können wir alle aus unserer eigenen Erfahrungen bestätigen. Es gab wohl kaum eine Situation in unserem Leben, bei der starke Emotionen oder Verwirrung etwas positives hervorgebracht haben. Das kann es natürlich sicherlich auch geben, ist aber eher eine Ausnahme, und basiert oft auf einem Zufall.

Wir wollen hier natürlich auch nicht die Emotionen verteufeln, denn Emotionen an sich sind weder positiv noch negativ. Es ist das Festhalten an, und „Sich-identifizieren“ mit den Emotionen, das diese zu einem Schleier werden lassen. Genau das Gleiche gilt auch für Unwissenheit. An der anderen Hand, das Erkennen der leeren/offenen Natur der Emotionen und Unwissenheit, lässt diese als einen Pfad des Erwachens erscheinen. Diese Art von Belehrungen gibt es auch. Hier fokussiert sich Patrul Rinpoche jedoch immer noch auf diese gewöhnliche Dynamik des Festhaltens und Identifizierens. Und empfiehlt auch darüber nachzudenken, um eine Klarheit bezüglich dieser Dynamik zu entwickeln.

Um es zusammenzufassen: Dem Festhalten an und Identifizieren mit den beiden Arten von Schleiern können wir nicht vertrauen, den diese ändern sich andauernd. Der Leerheit/Offenheit der Emotionen und Verwirrung können wir dagegen immer Vertrauen, den diese ist immer und in jeder Erfahrung vorhanden.

Auch hier kommen wir erneut zum Vertrauen in unsere eigene Buddhanatur, nämlich der Leerheit/Offenheit unseres Geistes, die auch Chenrezig repräsentiert und durch alle seine Aspekte kommuniziert. Und mit dieser Ausrichtung lasst uns nun die Praxis auf Avalokiteshvara gemeinsam ausführen.


EN

This is now the sixth verse of Patrul Rinpoche's text. And as we can see, it still goes in the same direction of understanding our situation. I also warned everyone beforehand that it would be a while before Patrtul Rinpoche eased up a bit. So, we have to go through it together. Here, too, as before, it is not about "becoming depressed" due to the situation of the so-called "age of decline". It is about recognizing the potential and the possibilities that we have thanks to all these circumstances.

Patrul Rinpoche asks whether someone or something can still be trusted? Trust in the sense of "fully relying on something" No, not realy. It is a sad fact, as Patrul Rinpoche says at the beginning of the verse, but it is a fact. We are all beings who are afflicted by emotion and ignorance. If it doesn't apply to someone, I apologize. For me it is 100% true, which is why I don´t feel to be wrongly accused by Patrul Rinpoche. It can not be helped. We are doing our best. We mean well most of the time. But because of these two forms of veils, emotions and ignorance, we are in a very "unreliable" situation. "Unreliable" in the sense of "we can actually never be completely sure what we have in front of us".

How come? Because of the two veils we mentioned earlier.

What are these more precisely? Let's take a look at these:

- Emotional veils, or to put it simply: emotions, are states of mind and mental reactions to situations that distort our perception. They make the situations appear different from what they actually are. So they are making us see something that is not there. We certainly all know that under the influence of strong emotions, we see the situation through the glasses of the respective emotion, i.e. through a very strong filter. - And the veil of ignorance prevents us from seeing reality, that is, "as things are". So this is a "not-understanding-something".

- So one thing lets us see something that is not there; - And the other one doesn't let us see what's there.

Together, of course, these two forms of veils make a perfect cocktail, a cocktail of confusion.

And it is precisely these two veils that Patrul Rinpoche compares with “man-eating demons”.

The Tibetan word is "Sinpo" and, according to Tibetan and Indian mythology, they are actually demons who are out to harm people and feed on flesh, hence the name. Of course, this is not about these types of beings, or the question of whether they actually exist. This is about the natural property of emotion and ignorance to harm us. I think we can all confirm that from our own experience. There has hardly been a situation in our life where strong emotions or confusion have produced something positive. That can of course also be the case, but it is more of an exception and is often based on a coincidence.

Of course, we don't want to demonize the emotions here, because emotions in themselves are neither positive nor negative. It is holding on to and “identifying” with the emotions that turn them into a veil. Exactly the same is true of ignorance. On the other hand, recognizing the empty/open nature of the emotions and ignorance, makes them appear as a path of awakening. There are also these kinds of teachings. Here, however, Patrul Rinpoche is still focused on these ordinary dynamics of holding on and identifying. And also recommends thinking about it, in order to develop some clarity regarding this dynamic.

To sum it up, we cannot trust clinging on to and identifying with the two types of veils, as they change all the time. On the other hand, we can always trust the emptiness/openness of emotions and confusion, because this is always present in every experience.

Here, too, we come again to trust in our own Buddha nature, namely the emptiness/openness of our mind, which Chenrezig also represents and communicates through all its aspects. And with that in mind, let's do the practice on Avalokiteshvara together.


RU

Это шестой стих текста Патрула Риепоче. И, как мы видим, это все еще идет в том же направлении к пониманию нашей ситуации. Я также заранее предупредил всех, что пройдет некоторое время, прежде чем Патртул Ринпоче менее «суровым». Итак, мы должны пройти через это вместе. И здесь, как и раньше, речь не идет о «депрессии» из-за ситуации так называемой «эпохи упадка». Речь идет о признании потенциала и возможностей, которые у нас есть благодаря всем этим обстоятельствам.

Патрул Ринпоче спрашивает, можно ли еще кому-то или чему-то доверять? Доверие в смысле «полностью на что-то полагаться» Нет, вообще-то нет. Это печальный факт, как говорит Патрул Ринпоче в начале стиха, но это факт. Мы все существа, ослепленные эмоциями и невежеством. Если это к кому-то не относится, прошу прощения. B моей ситуации это 100% правда, поэтому я не думаю что Патрул Ринпоче обвиняет меня неправильно. Ничего не поделаешь. Мы стараемся. Большую часть времени мы имели в виду хорошее. Но из-за этих двух форм завес, эмоций и невежества, мы находимся в очень «ненадежной» ситуации. «Ненадежный» в смысле «на самом деле мы никогда не можем быть полностью уверены в том, что перед нами».

Почему так? Из-за двух завес, о которых мы упоминали ранее.

Что это точнее? Давайте посмотрим на это:

- Эмоциональная вуаль, или, проще говоря: эмоции - это состояния ума и психические реакции на ситуации, искажающие наше восприятие. Они заставляют ситуации казаться отличными от того, чем они являются на самом деле. Итак, они заставляют нас видеть то, чего нет. Все мы, конечно, знаем, что под влиянием сильных эмоций мы смотрим на ситуацию через очки соответствующей эмоции, то есть через очень сильный фильтр. - А завес незнания мешает нам видеть реальность, то есть «как есть». Итак, это «что-то непонимание».

- Итак, одно позволяет нам увидеть то, чего нет; - А другое не дает увидеть, то что есть.

Вместе, конечно, эти две формы вуали составляют идеальный коктейль, коктейль путаницы.

И именно эти две завесa Патрул Ринпоче сравнивает с «демонами-людоедами».

Тибетское слово - «Синпо», и, согласно тибетской и индийской мифологии, на самом деле это демоны, которые стремятся причинить вред людям и питаются плотью, отсюда и название. Конечно, речь идет не об этих типах существ и не о том, существуют ли они на самом деле. Речь идет о естественном свойстве эмоций и невежества причинять нам вред. Я думаю, мы все можем подтвердить это на собственном опыте. Вряд ли в нашей жизни была ситуация, когда сильные эмоции или незнания приводили к чему-то положительному. Это, конечно, тоже может быть, но это скорее исключение и часто основано на совпадении.

Конечно, мы не хотим демонизировать эмоции здесь, потому что эмоции сами по себе не являются ни положительными, ни отрицательными. Это «цепляясь за» и «идентифицироваться с» эмоциями, которые превращают их в завес. То же самое и с невежеством. С другой стороны, признание пустой/открытой природы эмоций и невежества делают их путем пробуждения. Есть также такие учения. Однако здесь Патрул Ринпоче все еще сосредоточен на этой обычной динамике «цепляясь за» и «идентифицироваться с». А также рекомендует подумать об этом, чтобы прояснить эту динамику.

Подводя итог, мы не можем доверять «цепляясь за» и «идентифицироваться с» двумя типами завес, поскольку они все время меняются. С другой стороны, мы всегда можем доверять пустоте/открытости эмоций и невежества, потому что это всегда присутствует в каждом опыте.

И здесь мы снова приходим к доверию к нашей собственной природе будды, а именно к пустоте/открытости нашего ума, которую Ченрезиг также представляет и передает через все свои аспекты. И с этим настроем давайте вместе выполним практику Авалокитешвары.

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